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Liebe?

Was ist Liebe? Ich denke das definiert jeder für sich anders.

Für mich existieren nur zwei Arten von Gefühlen. Sexuelle Zuneigung und Sympathie. Wenn beides zusammenkommt, dann sind die Voraussetzungen für Liebe da.

Liebe ist für mich eine enge Freundschaft, sozusagen eine tiefe Verbundenheit. Verliebtheit ist mehr eine sexuelle Zuneigung mit einfacher Sympathie oder anfänglicher Freundschaft.

Jemanden mit dem ich nicht verstehe kann ich ins Bett gehen, aber ich werde ihn nicht lieben können. Jemand zu dem ich mich nicht hingezogen fühle, den kann ich dennoch lieben. Platonisch zumindest.

Nun ist es bei mir so, dass mein Mann mein bester Freund ist. Natürlich ist er das, er kennt mich am besten. Er weiß mehr darüber wie ich bin, als ich selbst. Er weiß wie er mich zum lachen bringt wenn ich traurig bin, oder wie er mich beruhigt wenn ich mich aufrege. Er ist der jenige mit dem ich über alles sprechen kann.

Nicht über alles. Über unsere Beziehung nicht. Ich kann zwar mit ihm sprechen, doch brauche ich keine Antwort erhoffen. Ich denke er ist nicht der Mensch, der seine Gefühle oder seine Gedanken in Worte fassen kann.

Ich überlege mir ihn zu betrügen, als liebe ich ihn nicht mehr. Das ist so die Grundaussage der Meinungen die ich im Internet zu dem Thema lese. Das stimmt nicht.

Ich liebe meinen Mann. Ich will mein Leben mit ihm verbringen, und mit niemand anderen. Ich will immer bei seiner Seite sein, komme was wolle.

Doch der berühmte Alltag ist nun mal nicht weg zu bringen. Die Spannung, das Kribbeln, die Spontanität, die Leidenschaft, all das verlischt nach einer Zeit einfach, wenn nicht beide Partner daran arbeiten es zu erhalten.

Gestern habe ich versucht mit ihm darüber zu reden. Er ist zufrieden mit allem wie es jetzt ist. Und das obwohl er weiß dass ich es nicht bin. Er wird wohl auch nichts dagegen unternehmen. Ich kann zwar nicht in die Zukunft sehen, doch hatten wir dieses Gespräch ja nicht das erste Mal. Es wird sich nichts ändern, dessen bin ich mir fast sicher.

Was bleibt einem da übrig? Entweder man verzichtet für immer darauf, oder man sucht sich das, was einem fehlt, in einer anderen Person. Das sind die beiden Möglichkeiten.

Verzichten wäre ein Beweis meiner Liebe. Das habe ich mir früher immer gesagt. Doch ich muss meine Liebe nicht beweisen. Ich weiß dass ich ihn liebe. Ich brauche jedoch genau das, was er mir nicht gibt. Ich BRAUCHE das. Ohne Leidenschaft gehe ich ein, wie eine Blume ohne Wasser oder ohne Licht.

Also teilt sich mein Weg wieder in zwei Möglichkeiten. Entweder ich trenne mich von ihm, oder ich betrüge ihn. Eine Trennung möchte ich aber nicht. Wie schon gesagt liebe ich meinen Mann. Ich liebe ihn und möchte nie wieder ohne ihn sein. 

Man könnte auch sagen ich möchte all das Glück das man haben kann auf einmal. Ich möchte Liebe, ich möchte tiefe Verbundenheit, und ich möchte Leidenschaft, Spontanität. Ich möchte jemanden mit dem ich Spaß haben kann, und jemanden mit dem ich alles teile.

Normalerweile sollte sich das alles in einem Menschen wiederfinden. Tat es auch damals. Doch es ist schon zu abgefahren. Wir sind zu sehr in unserem Trott um Spaß zu haben und spontan zu sein. Er mag es ja so, also warum sollte er was ändern?

Ich versuche oft ihn raus zu treiben, etwas Abwechslung in unser Leben zu bringen, doch wenn er nicht will, sondern lieber vor WOW hockt, kann ich nichts tun.

15.9.09 15:22
 


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